PK, einfach erklärt - Biogartenhof Mühlland
Biogartenhof Mühlland PK, einfach erklärt

Was ist Permakultur?

Permakultur gestaltet Landschaften und Lebensfelder.

Die entstehenden permakulturellen Landschaften und Lebensfelder sind hochproduktiv, sozial ausgerichtet und immer im Einklang mit der Natur.

Frei gewordene Flächen werden der Natur zur Renaturierung zurück gegeben: Wildniszone.

Grundsätzlich wird immer versucht, den ökologischen Fußabdruck drastisch zu reduzieren.

Die Permakultur beachtet dabei alle in einem System wirksamen Kräfte und sucht nach intelligenten Lösungen um Energien vielseitig zu nutzen.

Das Ideal gelungener Gestaltung sind sich selbsterhaltende Kreislaufsysteme.

Angewandt auf die eigene Lebensgestaltung, kann die Permakultur auch als lebenswerte Philosophie und Lebenshilfe verstanden werden.

Permakultur funktioniert in allen Klimaregionen, in urbanen und ländlichen Gebieten, nach Naturkatastrophen und Kriegen und in allen Lebenslagen, die das Gemeinsame vor das Trennende stellen.

Permakultur sucht immer nach Möglichkeiten anstelle von Hindernissen.

Sie wird weltweit unterrichtet und beweist seit 40 Jahren, dass sie äußerst erfolgreich wirkt.

Sie kann einen Weg aufzeigen in ein postfossiles Niedrigenergiezeitalter im Einklang von Mensch und Natur.

Damit ist sie eine wichtige Methode im Umgang mit den Herausforderungen der Klimakrise und aller weiteren gesellschaftlich relevanten Entwicklungen.

 

Viele Bereiche der Permakultur sind mittlerweile weit im Gebrauch:

Hügelbeet, Hochbeet, Anlehngewächshaus, Kräuterspirale, Terrassengärten, Waldgärten, ökologisch nachhaltige Heizungstechniken, Solar Energie, Photo Voltaik...

Permakultur: WER und WO?

WER?

Permakultur kann jede in ihr, jeder in sein Leben integrieren, unabhängig von seinem persönlichen Zugang zu Land.

Permakultur kann auch im täglichen Leben vielseitig angewandt werden und dient der Gestaltung aller Lebensbereiche.

WO?

Permakultur kann weltweit praktiziert werden und umfasst alle Lebensregionen, Klimate und Lebensbereiche.

 

Beispiele: Gemeinschaftsgärten, essbare Landschaften, Waldgärten in der Gemeinde, Nahrungsmittelkooperativen, food coops, SOLAWI, Mitfahrbörsen, car-sharing, co-housing, co-working, Regionalwährungen, Reparaturcafes, Bike-kitchens, Nähwerkstätten,...

Permakultur: WIE, WARUM und die IDEE

WIE:

Grundsätzlich durchläuft jede permakulturelle Planung/ Handlung die ETHIK und PRINZIPIEN der Permakultur:

ETHIK:

  • sorge für die Erde
  • sorge für die Menschen
  • reduziere und teile gerecht

PRINZIPIEN: (es gibt 2 Systeme, hier die Prinzipien nach Holmgreen)

  1. beobachte und handle
  2. sammle und speichere Energie
  3. erwirtschafte einen Ertrag
  4. wende Selbstregulierung an und lerne aus den Ergebnissen
  5. nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
  6. produziere keinen Abfall
  7. gestalte erst Muster, dann die Details
  8. integriere anstatt abzugrenzen
  9. setze auf kleine langsame Lösungen
  10. nutze und schätze die Vielfalt
  11. nutze Randzonen und schätze das Marginale
  12. reagiere kreativ auf Veränderung

Diese "Handlungsempfehlungen" gelten als Orientierungshilfen und ermöglichen eine reflektierte und systemische Gestaltung. Der Einsatz an Energie wird dabei so gering als möglich gehalten, was sehr gut für das Ergebnis ist.

Verwendet wird auch das System der Zonierung und Mustersprache.

Bei der Zonierung bearbeitet man zunächst die Kernzone mit der größten Vielschichtigkeit, alle weiteren Zonen nehmen in ihrer Bearbeitungsfrequenz ab, bis hin zur Wildniszone, die nur gelegentlich besucht und minimal genutzt wird.

Durch das Schichten, Schlichten und Mehrfachfunktionen werden bei allen Abläufen weitere Dimensionen erfasst und berücksichtigt.

Die Mustersprache zeigt Beobachtungen von natürlichen Abläufen und integriert die Dynamik in alltägliche Gestaltungen und Abläufe.

Generell kann die Methodik auf alle Lebensbereiche und Lebensentwürfe angewandt werden.

In der Permakulturblume werden diese Lebensbereiche aufgezeigt:

  • Landschaft und Natur
  • bebaute Fläche
  • Technologie und Technik
  • Bildung und Kulturwesen
  • Gesundheit und Sozialwesen
  • Wirtschaft und Finanzkraft
  • Gesetz und Eigentum

 

 

Permakultur erlernt man am besten in hochqualifizierten Ausbildungsseminaren: Permakultur Design Zertifikatskurs,

häufig werden Permakulturseminare auch an Universitäten angeboten und an die lokalen (klimatischen) Gegebenheiten angepasst.

 

WARUM:

Weil es einfach Spaß und Sinn macht, etwas Sinnvolles, Zukunftsfähiges, Soziales, Ökologisches zu gestalten und unseren Enkeln eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

 

IDEE:

Begründet wurde der Begriff Permakultur von Bill Mollison 1978 in Australien. Gemeinsam mit David Holmgreen wurde sie weiterentwickelt und bereits 1981 gab es für dieses zukunftsweisende Konzept den alternativen Nobelpreis.